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Durch den Monsun, hinter die Welt... Am 26.08.11 sollte es nach Achim (nein, nicht zu Achim, sondern in das kleine Städchen in der Nähe von Bremen nach Achim) zum ersten Stock Car Rennen vom Team21 gehen, nach der üblichen Flüssigkeitszunahme an der Tankstelle und mehrmaliger Kontrolle ob Daniel "Puschel" Engelbart auch seine Wochenendutensilien gepackt hat, ging es bei bestem August Wetter gegen 16:30 Uhr Richtung Rennstrecke. Dominik Wegener nahm seinen Ford Granda für Klasse 3 mit. Für Klasse 1 hatten Björn Vehrenkamp seinen Corsa A, Marius Friemelt seinen Kadett D, Jörg Lang seinen Astra F und Hinrich Knust den Tausch-Kadett D von Marek Dorfmüller und Hinrich auf ihre Trailer geladen. In Achim sollte allerdings nur Hinrich den Kadett fahren, aber wie das unter Cousins so ist, wurde Freitag Abend etwas anderes kurzfristig untereinander ausgetauscht. Diese Tauschgeschichte sollte allerdings hier unterbrochen werden, Insider wissen wie die Geschichte weitergeht, außenstehende fragen am Besten die beiden selbst. Ich empfehle allerdings vorher die Lachmuskeln zu trainieren, da das ganze sonst zu Bauchschmerzen führen könnte Zurück zum Thema: Gegen 17:30 Uhr kamen wir in etwa am Zielort an und bauten sofort unser Lager auf, da sich schon leichte Wolken am Himmel zeigten und wir dank der Internetplattform Gesichtsbuch Bilder aus der Heimat sehen konnten, wo aus dem "besten August Wetter" eher Hurricane-Stimmung wurde. Grade die Zeltheringe versenkt, kam das Unwetter auch schon zu uns herüber. Um unser Zelt vor Überflutung zu schützen, stürzte sich trotz meterhoher Wellen auf dem Achimer Acker unser tapferer Bundeswehr-Held Henrik Morische vor das Zelt und zog einen Schutzgraben, den selbst die Hamburger Sturmflut 1962 nicht durchbrochen hätte. Da wir nun besser geschützt waren als in der Wolfsschanze, konnten wir uns den Rest des Freitags mit "vollster" Konzentration auf unsere innere Kühlung konzentrieren, was dank Bier, Bacardi, Southern Comfort und Inspektor sehr gut funktionierte. Am Samstag, den 27.08.2011 startete das Stock-Car-Team 21 dann ihr erstes eigenes Rennen. Den Teammitgliedern des ausrichtenden Vereins konnte man Ihre Nervosität gut ansehen, allein schon an den Blicken, die dem ähnelten, den man das letzte mal vermutlich vor seinem "ersten mal" hatte - also vor seinem ersten Rennen meine ich natürlich. Dann hieß es gegen ca. 14:00 Uhr "Gentlemen, Start your Engine" und die Motoren der ersten Fahrer brüllten wie ein Braunbär auf Nahrungssuche. Leider war es auch mehr Gebrüll statt Geschwindigkeit. Dank der Witterungsverhältnisse am Vorabend, war die Bahn sehr langsam, was spektakuläre Crash's verhinderte. Die meisten Fahrer hatten ihre Autos unter Kontrolle, die Betonung liegt aber eindeutig auf "die meisten"! Mario Andretti sagte einmal: "Wer sein Auto unter Kontrolle hat, fährt einfach nicht schnell genug!" Entweder waren es diese Worte, die Marius anstichelten oder einfach die Enttäuschung, das man durch die langsame Bahn keine Autos aufs Dach legen konnte. Verraten wird er es wohl nie. In Lauf 1 hat er sich dazu entschieden die mangelnden Überschläge anders auszugleichen und krachte in den Masten, an dem die Start/Ziel Flagge aufgehängt war, der Mast hob ab, machte einige Überschläge in der Luft bevor er auf dem Dach von Jörg landete, der dank des lauten Knalls im ersten Moment eine Flugzeuglandung auf seinem Astra vermutete. Punkte gab es dafür aber nicht! Jörg ging zum Ende des Laufs dann noch sein Motor kaputt. Seine Crew analysierte, das es vermutlich daran lag, das er durch den Aufprall des Mastens die Konzentration verlor und das Schalten vergaß. Der Linsburger Teamchef Jonas Steding, der leider dieses Wochenende verhindert war, da Mutti ihm das Krabbeln beibringen wollte, konnte diese Diagnose aus der Ferne bestätigen. In Klasse 3 konnte Dominik einige Punkte sammeln, bevor ihm das Differential kaputt ging. Abends nach den Läufen wurden dann durch die vielen Helfer die Autos für den nächsten Tag wieder startbereit gemacht. Danach ging es bis in die frühen Morgenstunden auf die Zeltparty. Sonntag im ersten Lauf hatte sich die Bahn erholt und es wurde den Zuschauern reichlich Action geboten, für die Linsburger Fahrer lief eigentlich alles gut, zahlreiche Dreher standen auf den Punktekonten. Die einzigen Probleme hatte Marius in Lauf 1 an diesem Sonntag, sein D-Kadett entschied sich dazu, 3 Antriebswellen zu zerstören, aber durch die fleißigen Helfer wurden auch diese in Daniel Düsentrieb Manier gewechselt. Der finale Lauf am Sonntag Nachmittag verlief nicht mehr ganz so glücklich, Hinrich fuhr seinen Motor kaputt, Björn und Dominik zerstörten ihre Getriebe. So hatte jeder, der startenden Linsburger Fahrer mindestens 1 Lauf an diesem Wochenende, den er am liebsten als Streichlauf markiert hätte, was ja aber bekanntlich nicht möglich ist. Wir sind ja schließlich nicht in der Kindergarten-Klasse Formel 1, wo beim Qualifying nur die schnellste Runde zählt und der Rest gestrichen wird. Trotz der technischen Probleme, konnte Björn in der Endwertung den 2.Platz in Klasse 1 einfahren, Marius wurde 11., Jörg 12. und Hinrich fuhr auf den 16. Platz. In Klasse 3 wurde Dominik für seine zahlreichen Drifts mit seinem Granada mit Platz 5 belohnt. Im abschließenden Rodeo starteten dann noch Jörg und Marius im sehr übersichtlichen Fahrerfeld mit nur 3 Fahrzeugen. Pünktlich zum Rodeo setzte wieder ein starker Regen ein, der das Fahren fast unmöglich machte, dennoch kämpften sich die beiden durch den Monsun, schalteten den Mitstreiter Marcel Mittendorf in seinem Granada aus und lieferten den übrigen Zuschauern, die nicht aus Zucker waren noch ein spannendes Rodeo. Jörg gewann und Marius wurde zweiter. Am Ende des Renntages waren sich alle Linsburger einig, das Team 21 hat ein hervorragendes erstes Rennen veranstaltet und an diesem Wochenende viele Sympathien gesammelt. Sofern die FIA den großen Preis von Deutschland 2012 nicht in Achim startet und uns den Veranstalter abwirbt, kommen wir auf jeden fall wieder! Großer Dank auch an unser Helferteam, bestehend aus Vereinsmitgliedern des MSC's und den Newcomern aus Nöpke. Persönliche Danksagungen an das weibliche Geschlecht können Abends bei Hinrich im Elektro Bus abgeholt werden. Wir freuen uns schon auf das nächste Rennen in Preußisch Oldendorf mit euch. bis zum nächsten mal...
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