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Race Report
Reporter "Marius Friemelt" alias Schnodda
im Portrait!
3 Linsburger Fahrer bei der Stock Car WM - 3
Pokale für die Linsburger !
3x viel Schrott mit nach Hause
genommen.
Stock Car WM am 22.10. und 23.10.2011!!!
Boooaaahhh, geil! Allein der Name "Stock Car WM" klang im Vorfeld für uns
Fahrer in den Ohren wie Beethoven's Sinfonien für einen klassischen
Musikliebhaber. Und dann noch in Uelzen auf dem Uhlenkörperring, die
Strecke, die Jungs von Männern trennt, das Mekka für einen jeden Fahrer. Es
war also klar, das der MSC Linsburg dort auch an den Start gehen muss!!!
Trotz schlechtem Wetter in den letzten 14 Tagen, konnten sich 3 von unseren
Fahrern durchringen in Uelzen auf dem Uhlenkörperring zu starten. Mit dabei
waren Björn Vehrenkamp mit seinem Audi Quattro, Steffen "Rusty" Rust mit
seinem Opel Astra und Marius Friemelt mit seinem Opel Astra.
Björn
hatte seinen Audi dieses Jahr für das verstärkte Rodeo in Linsburg neu
aufgebaut und wollte die 4 antreibenden Räder dieses Jahr unbedingt nochmal
unter Rennbedingungen testen, daher hat seine Zusage nicht lang gedauert,
als er von der WM hörte.Steffen, unser Pommes-Ärmchen, hat im Laufe des
Jahres bei seinen ersten IGNW-Rennen zugeguckt und sich entschlossen, ab
2012 auch in der IGNW zu starten. Von daher kam ihm ein kleiner
Trainingslauf vor der neuen Saison ganz gelegen. Die Stock-Car Sammlung
seines Bruders hatte er sowieso im Laufe des Jahres 2011 übernommen und so
konnte er mit Hilfe von Till
Engelbart und Daniel Engelbart ein Auto für den Uhlenkörperring
fertigstellen. Der alte Astra mit dem er an den Start gegangen ist, hat
schon mehr vom Leben gesehen als unser Pommes-Ärmchen selbst. Bevor er das
gute Stück übernommen hat, wurde der Astra schon von seinem Bruder Sebastian
Rust auf dem UKR bewegt. Der hat ihn übernommen von Dennis Scharnhorst, der
ihn schon bei der IGNW und bei verstärkten Läufen gefahren hat, der
wiederrum hat ihn übernommen von Marius Friemelt, der damit schon IGNW
gefahren ist und der hat ihn übernommen von Dominik Wienert vom SCT
Steyerberg, der damit auch schon in der IGNW gefahren ist. Einen kleinen
youtube Auszug aus Zeiten von Marius in der IGNW zu diesem Astra gibts unter
folgendem Link:
http://www.youtube.com/watch?v=sP09WFaVWbA
Also
ein Fahrzeug mit sehr viel Rennerfahrung, genau das richtige für unseren
Sprössling aus dem Castrol Faß, der sowieso auf gebrauchtes bzw.
verbrauchtes steht seit seinem letzten Besuch im Hannoverschen
Nachtleben.Marius, der im letzten Jahr den Astra von Dennis Scharnhorst
übernommen hat, nachdem der zum Autocross gewechselt ist, wollte sich den
Uhlenkörperring auch nicht entgehen lassen, also machte er innerhalb einer
Woche seinen Astra auch noch wieder einsatzbereit.
Als
Helfer bzw. Zuschauer stürzten sich noch Petra von OD, Maxi Feske, Dominik
Wegener und Daniel "Puschel" Engelbart mit auf die Reise nach Uelzen. Großes
Lob für diese Unterstützung, trotz Temperaturen, die Samstag morgen bei der
Abfahrt nur knapp über den
Durchschnittstemperaturen aus der Schlacht in Stalingrad 42/43 lagen. Aber
ein Herbstrennen auf so einer geilen Bahn möchte man halt nicht verpassen,
also wurden von fast allen Mitstreitern die Winterjacken rausgeholt und es
ging los nach Uelzen. Wer keine Winterjacke benötigte war Puschel ("Wozu
eine Jacke? Ich hab doch nen Thermopullover") Naja, gottseidank kennen wir
unseren Puschel alle so gut, das jeder zweite auf Verdacht noch eine Jacke
für ihn mitgenommen hat.
Samstag morgen die Abnahme verlief reibungslos. Alle Fahrzeuge wurden
zugelassen und um die Zeit zwischen Abnahme und Rennbeginn zu überbrücken,
hatten wir wieder ordentlich Inspektor Dirty Harry zwischen den Ersatzteilen
mitgeschmuggelt. Leider aber nicht genug, am späten Nachmittag waren die 4
Kartons alle, genauso wie Dominik. Später mehr dazu... nun kommen wir mal zu
dem Zweck des Wochenendes. Die Stock Car WM auf dem Uhlenkörperring.
Marius
musste als erster starten mit seinem Astra. Angefixt von Super Plus und nem
klitzekleinen Schluck Inspektor erreichte er in seinem ersten Lauf auf dem
UKR gleich den ersten Platz, fuhr noch einen zweiten Platz und einen dritten
Platz ein und landete bei einem Lauf im Mittelfeld der Startgruppe. Zu mehr
hat es in dem zuletzt genannten Lauf nicht gereicht. da er nach der ersten
Kurve durch das Unvermögen einer Scirocco-Fahrerin (ja, es war definitiv
eine Frau - jeder Mann wäre nicht so gefahren) zwischen 2 Alternativen
wählen konnte. Möglichkeit 1 war ein Ausflug auf die Motorcross Strecke im
inneren der Stock Car Bahn und Möglichkeit 2 war, das Scirocco-Prinzesschen
vom Fahrersitz auf den Getriebetunnel zu versetzen.
Aufgrund dessen, das Marius am Vorstart schon gesehen hat, das Madame
Volkswagen nen Tennisball auf dem Schaltknüppel hat, entschied er sich für
Möglichkeit 1 um dem Prinzesschen nicht die Familienplanung zu zerstören und
schoß durch die Crossbahn statt in die Fahrertür. Am Tagesende hat es in der
Gruppenwertung zu Platz 2 gereicht, der erste Pokal war eingesackt und die
Qualifikation für das WM-Finale am Sonntag war auch geschafft.
Steffens Entjungferung fand direkt nach Marius seinem ersten Lauf statt. Am
Vorstart sah man ihm schon seine Nervosität an, der schweiß lief das Gesicht
runter, der sonst vom Assi-Toaster verwöhnte braune Körper wurde immer
blasser und trotz mehrerer Liter Fanta im Körper sah der kleine Rust aus als
würde er unter Zuckermangel leiden... dann wurde die Startflagge geschwenkt
und.... und... und... Steffen blieb stehen... nachdem die Gegner vorgefahren
waren, hat er es dann auch irgendwann für notwendig gehalten mit seinem
Astra langsam die erste Runde zu drehen, dann die zweite und dann konnte er
anscheinend am Horizont die gegnerischen Autos sehen, denn plötzlich ging es
wie von einem unsichtbaren Katapult geschleudert mit Vollgas in die Kurven,
das Gaspedal wurde auf der Graden bis auf das Bodenblech geprügelt bis er am
ersten Gegner dran war, statt vorbeizufahren wurde auch gleich mächtig
gecrasht, so wie wir uns das gewünscht haben und Rusti sich das anscheinend
vorgestellt hat.. nun hatte er Blut geleckt und wollte schon ins nächste
Auto reinhalten, allerdings sprang kurz vorher der Zahnriemen über und
Steffen musste den Lauf vorzeitig abbrechen. Seine Pommes-Ärmchen taten aber
auch schon weh...
Den zweiten Lauf konnte er dann nicht starten, dafür hat die Reparaturzeit
nicht gereicht und in Lauf 3 ging es gleich in der ersten Kurve auf's Dach,
also konnte er diesen auch nicht zu Ende fahren. Die Zentrifugalkräfte eines
Überschlags verkraftet Steffen aber sehr gut, dank seiner jahrelangen
Tätigkeit als Chip-Sammler auf dem Rodewalder Jahrmarkt an der Krake kannte
er sich damit schon aus. So konnte ihm also auch der Überschlag nichts
anhaben und er fuhr im vierten Lauf auf einen Mittelfeldplatz.
Kleine
Anmerkung von der Redaktion: die mysteriös farbigen Flecken an Steffens
Castrol Racing Anzug an der Rückseite zwischen Hüfte und Kniekehle war laut
Steffen "Batteriesäure"... jaja.. so sind sie die jungen Bengels heutzutage,
um keine Ausrede verlegen
Björn
startete mit seinem Audi in der Allradklasse, leider war die Klasse nicht so
gut besetzt mit nur 5 Fahrzeugen wie die anderen Klassen, dafür waren die
Gegner aber umso stärker. 2x Audi V8, ein BMW und ein Subaru galt es für ihn
zu schlagen mit seinem 6-Ender, angereiht in V-Formation.
Zu den 8-Zylindern wirkte Björns
Motor bei offenen Motorhauben aber doch eher wie eine Polyster-Jogginghose
gegenüber einem Designer Anzug. Doch das sollte nichts heißen, denn was
nützt einem der Tiger im Tank, wenn ein Esel am Steuer sitzt! Im ersten Lauf
sprang ein dritter Platz heraus, es wäre sicherlich mehr drin gewesen, wenn
ihm nicht auch der Zahnriemen übergesprungen wäre. Dennoch konnte er den
Lauf aber beenden. In den nächsten Läufen gab es dann immer starke Fights um
die ersten 3 Plätze, leider hat der linke Vorderreifen des Audi's nicht
immer ganz mitgespieltund durch diesen Plattfuß in jedem Lauf konnte Björn
nur noch zweite und dritte Plätze erreichen. Ein Sieg blieb ihm verwehrt. In
der Tageswertung für seine Klasse konnte er trotzdem insgesamt mit Platz 2
abschneiden und
so
folgte er Marius und hat sich auch für das WM-Finale qualifiziert und den
zweiten Pokal für den MSC Linsburg an diesem Tag herausgefahren.
Die
vierten Läufe einer jeden Klasse fanden schon bei Anbruch der Dunkelheit
statt, großes Lob an den Veranstalter, noch einmal alle Fahrzeuge komplett
fahren zu lassen. 4 Läufe pro Klasse an einem Samstag, wirklich grandios.
Grade der letzte Lauf brachte viel Spaß, wo man in den Sonnenuntergang
reingefahren ist, wie man es sonst nur beim 24 Stunden Rennen in der "grünen
Hölle" sieht.
Nach
der Pokalvergabe ging es dann zum gemütlichen Teil über, zu Wurst und Nacken
auf dem Grill wurde noch Glühwein aufgesetzt und ein Lagerfeuer gegen die
Kälte veranstaltet. Kaum lag der Geruch von frisch gegrilltem in der Luft
gesellte sich auch Marcus Scholtes vom Sachs Racing Team zu uns. Um zwischen
uns nicht so aufzufallen hatte er sich extra eine MSC Linsburg Jacke
zugelegt.
Dominik konnte das Gelaber von Marcus in Verbindung mit Glühwein und
Inspektor aber nicht so gut vertragen und verzog sich noch bevor das
Sandmännchen kam ins Bett... nach und nach verließen die sonst als
Kampftrinker bekannten Gesichter dann die Feuerstelle und zum Schluß waren
nur noch Thermo-Puschel, Pommes Rusty und Marius zum trinken bereit. Also
wurde nochmal ne große Fahrerlagerrunde gestartet. Beendet wurde der Abend
dann schon um kurz nach Mitternacht bei der privaten Zeltfete vom SCT
Stockhausen, wo Rusty auch endlich sein geliebtes Ötterkringer trinken
konnte. LECKER!!!
Am
nächsten Morgen war unser Zeltplatz vergleichbar mit einem Schlachtfeld.
Überall lagen Inspektor-Flaschen auf dem Boden, Stühle haben Ihren Einsatz
als Feuerholzersatz gefeiert und wenn man ganz leise war, konnte man zu dem
Vogelgezwitscher noch die tierischen Geräusche eines kotzenden Puschels
hören. Prima Morgen! Nach deftigem Frühstück ging es dann wieder sehr zeitig
los mit den Rennläufen. Mit Christine Krebs, Matthias "Matzi" Lühring und
Jörg "Dörgie" Lang kamen noch weitere Linsburger Anhänger am Sonntag morgen
dazu um sich die Renngeschehnisse anzuschauen.
Der
zweite Renntag begann nicht ganz so glücklich, wie der erste. Es wurden neue
Gruppen für die Läufe ausgelost und die Gruppen vergrößert um mehr Action
auf die Rennstrecke zu bekommen, das ist dem Veranstalter auch gut gelungen.
Die Positionskämpfe wurden immer packender und durch die größeren Gruppen
wurden die einzelnen Rennen auch spannender.
Für
Marius liefen die Läufe am Sonntag wieder relativ gut, er erreichte gute
Platzierungen und ist jeden Lauf durchgefahren. Da er ja auch schon für das
WM-Finale qualifiziert war, versuchte er die Strecke noch besser
kennenzulernen und in der Linsburger Fankurve spektakuläre Angriffe zu
fahren. Die Strecke wurde Sonntag leider auch immer ungemütlicher und es
kamen mehr und mehr Bodenwellen dazu, so das er sich in einem Lauf ohne
Fremdeinwirkung die Radaufhängung kaputt fuhr. Glücklicherweise aber direkt
vor der Mittagspause, so das er genug Zeit hatte, diese Probleme mit seinem
Team zu reparieren.
Für
Steffen lief der zweite Renntag auch besser. Die ersten 3 Läufe konnte er
durchfahren und übte sich noch etwas im Angreifen von fremden Fahrzeugen. Im
letzten Lauf hat sich allerdings bei einem Crash das Federbein verdreht, so
das Rusty diesen nicht beenden konnte. Schade eigentlich, vielleicht hätte
es sonst noch zur Qualifikation für das B-Finale gereicht. Durch kräftiges
Schrauben zusammen mit Puschel, konnte er sich aber wenigstens noch für das
Rodeo anmelden.Björn wollte den Sonntag auch eher ruhiger angehen lassen,
schließlich
hatte
er sich ja auch schon für das Finale am Tagesabschluss qualifiziert. Die
holprige Strecke verwehrte ihm aber auch diesen Wunsch. Im ersten Lauf
rissen bei Björn mehrere Motorhalter ab und Ersatz war leider auf die
schnelle nicht zu bekommen. So musste Björn schon früh sein Auto wieder
aufladen und konnte leider nicht am später stattfindenden Finale teilnehmen.
Bevor
das WM-Finale starten sollte, zu dem sich Björn und Marius qualifiziert
hatten, fand noch ein Helferlauf statt. Der Helferlauf wurde ins Leben
gerufen, um den Schraubern der Fahrzeuge auch mal das Renngefühl auf dem UKR
zu geben. Allerdings war Vorraussetzung für diesen Lauf, das nicht gecrasht
werden darf, sondern es nur darum geht, die Runden als erstes zu
absolvieren. Dörgie wollte diese Chance unbedingt nutzen um auch mal ein
paar Runden zu drehen. An Steffen's Auto wurde für das Rodeo geschraubt,
Björn's Auto war durch die Motorhalter außer Gefecht gesetzt, so blieb nur
noch Marius sein Auto für diesen Lauf übrig. Marius lieh ihm auch sein Auto,
was er bis heute und vermutlich auch noch die nächsten Tage bereuen wird.
Nachdem die ersten Runden relativ normal abliefen und Marius sein Puls sich
wieder beruhigt hatte, konnte Dörgie auf der letzten Graden vor dem
Zieleinlauf nicht mehr ausweichen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit
(geschätzt MACH 3) in ein stehendes Fahrzeug. Die Motorhaube hat sich so
aufgekrempelt, das Luftfilter und Ventildeckel aus dem Motor gerissen sind,
und der Verteiler hat diesen Stunt auch nicht überlebt.
Mit gesenktem Haupt wurde Jörg dann wieder ins Fahrerlager geschleppt, wo
Marius den Trailer schon bereit gemacht hatte um das Auto aufzuladen. Ein
sehr ärgerlicher Vorfall, Jörg wollte das Auto zwar noch reparieren, aber
Marius Meinung war das man dieses Stück Metall im Motorraum zukünftig besser
als Schiffsanker statt als Triebwerk benutzen sollte.... so blieb also auch
dem zweiten Linsburger Fahrer der Start im WM-Finale trotz erfolgreicher
Qualifikation verwehrt.
Zum
Tagesabschluss gab es wie immer das Rodeo, einziger Linsburger Starter war
hier Steffen, da die anderen beiden Fahrzeuge ja schon vorher ausgedient
hatten. Die Streckenführung wurde umgebaut und es hat wurde eine richtig
geile Rodeobahn gebildet. Die Startflagge wurde geschwenkt und einige
Fahrzeuge schieden gleich in den ersten Minuten aus. Nicht aber King Rusty
mit seinem Astra. Er hielt in die gegnerischen Karossen rein, als würde er
mit einer Gabel in ein saftiges Nackensteak piecksen, also in absoluter
Bangers-Manier!
So konnte er schon früh ein paar Fans für sich gewinnen. Als er dann aber
noch ein Auto zu einem Überschlag brachte, hatte er fast alle Zuschauer
hinter sich. Doch auch damit wollte er sich noch nicht zufrieden geben. In
der Konkurrenz befand sich immer noch ein Allrad BMW, der Björn schon in den
normalen Läufen das ein oder andere mal geärgert hat. Rache ist süß, wenn
Rusty sich für andere Fahrer rächen will, ist Rache auch sexy, also sollte
der BMW sein nächstes Opfer werden... es begann ein starker Fight zwischen
dem schrottreifen kleinen
Astra
und dem noch gut dastehenden BMW mit vielen gegenseitigen Angriffen.
Irgendwann ließ der Vortrieb des BMW's langsam nach und Rusty sah seine
Chance - mit ganz viel Anlauf direkt auf die Vorderachse. Er brachte den
Zuschauer-Mob zum schreien, leider auch sein Auto zum streiken. Durch diesen
Angriff knickte der rechte Holm zusammen und die Antriebswelle riss ab!
Stillstand für den Astra! Leider zuckte der BMW noch ein paar Meter wie ein
frisch gefangener Aal nach dem ersten Totschlagversuch.Somit wurde Rusty nur
dritter - allerdings der Sieger der Herzen!!!! Er holte sich bei der
Siegerehrung noch seinen Pokal ab und wir machten uns danach wieder auf den
Weg nach Hause mit jeder Menge Schrott im Gepäck.
Das
Wochenende in Uelzen war, wie immer, sehr sehr gut! Die Bahn und die
Organisation waren gut gemanagt und ich denke ich spreche für uns alle, wenn
ich sage, das wir im nächsten Jahr definitiv wieder mal den UKR besuchen!
Nun heißt es aber erstmal Winterpause und die Autos wieder herrichten. Nach
der Saison ist bekanntlich vor der Saison und so wird man schon in ein paar
Wochen die Linsburger Fahrer und Schrauber wieder mit verölten Händen und
dreckigen Anzügen beim Bierkauf sehen.
"Stock
Car fahren ist wie ein Kirchgang! Du machst ehrfürchtig die Tür auf, du
hockst Dich aufs beinharte Gestühl - und wenn Du dann die laute Orgelmusik
hörst, fängst du unweigerlich an zu beten!
*Walter Röhrl* .... zwar über Porsche und nicht über Stock Car, ich denke
dennoch ist die Ähnlichkeit verblüffend ...
In
diesem Sinne,
wir
lesen uns im nächsten Jahr!
Gruß
Schnodda
Nur 2 Linsburger Fahrer,
aber viel Inspektor
Beim letzten Lauf der
IGNW-Meisterschaft, ausgerichtet vom Kleeblatt-Team Preußisch Oldendorf
gingen nur 2 Fahrer vom MSC Linsburg an den Start. Jörg Lang pflanzte nach
seinen Motor-Problemen in Achim diesmal vor dem Rennen einen 1,4Liter 16V in
seinen Opel Astra und startete in Klasse 1, Björn Vehrenkamp fuhr einen
Leihwagen aus Wegener's Automuseum. Dominik Wegener stellte ihm seinen Opel
Ascona zur Verfügung, in dem schon öfters andere Fahrer saßen, zuletzt in
Linsburg Otto Lüllwitz von der RG Bohnhorst. Nun war es an der Zeit das
Björn seine Position in den Top 10 der Meisterschaft in Klasse 1 mit diesem
Vehikel verteidigt.
Aufgrund der geringen
Fahreranzahl von uns, stand bereits vorher fest, das die Helfer des MSC
Linsburg auch hauptsächlich beim vernichten von Spiritousen in Anspruch
genommen werden, statt beim schrauben - ein Spaß für alle Beteiligten!!!
Freitag Abend auf dem Acker angekommen mussten wir leider feststellen, das
es keine Zeltfete am ersten Abend gab, so waren wir also gezwungen uns am
Lagerfeuer bei Gesprächen über Rennfahrerlegenden wie Coco Rosberg ganz
geschmeidig die Lichter auszuballern. Der einzige, der zum Ende des Tages
noch laufen konnte, war der Motor von Marius seinem Vectra.
Samstag morgen begann
dann der Tag, wie jeder andere auch - Bestandsaufnahme der Alkoholreserven
für den kommenden Abend, natürlich bei einem morgentlichen Bier in
Verbindung mit einer Kopfschmerztablette! Dann die Schrecksekunde des ganzen
Wochenendes, Inspektor Dirty Harry war weg... und damit meinte ich nicht
Clint Eastwood alias Inspektor Dirty Harry Callahan im 71er Polizeistreifen
(der ist nämlich gar nicht erst mitgekommen), sondern den schwarzen,
undurchsichtigen Likör, der stark nach Lakritz schmeckt und 21,5 Umdrehungen
pro Minute in die Leber bringt. So ein Mist, hatten wir also sämtliche
Würfel des Berentzen Drinks am Freitag schon vernichtet, obwohl unser Freund
der Inspektor doch das ganze Wochenende halten sollte. Ohne Inspektor kein
Stock Car Rennen, also waren wir in Gedanken schon beim aufladen und bei der
Abreise bevor das erste Rennen überhaupt starten sollte, dann überkam uns
aber der Geistesblitz, das wir ja nachmittags noch Besuch von Unimog-König
Ralle Behme und seinem tapferen Gefährten Heiko "Speiche" Plumhoff bekommen
sollten. Im Zeitalter der Mobil-Telefone mit Internetverbindung wurde
schnell die Nummer von Familie Plumhoff rausgesucht und der Top-Secret
Auftrag mit oberster Priorität an Heiko weitergegeben, der gleich darauf im
Nachthemd zum Linsburger Getränkemarkt rannte und die Inspektor Reserven
aufkaufte! Der Abend war also schon am morgen gerettet und wir konnten uns
den unwichtigen Dingen des Wochenendes widmen, dem finalen Lauf der
IGNW-Meisterschaft.
Die Klasse 1 mit der
Linsburger Beteiligung begann und Jörg Lang (Freunde nennen ihn auch Körk)
konnte eine IGNW-Premiere feiern. Er war der erste Fahrer, der einen
1,4Liter 16V Opel Motor in der IGNW verbaute. Die Startflagge wurde
geschwenkt und Körk trat das rechte Pedal bis auf's Bodenblech, leider aber
nicht sehr lang. Nach 3 Runden musste er seinen Astra wieder abstellen.
Ergebnis der 3 Runden, 1 Dreher, ein krummer Dreieckslenker und ein viel zu
heißer Motor. Eine Kühlerschlauchschelle ist gebrochen und der
Wasserkreislauf wurde unterbrochen, was die Weiterfahrt unmöglich machte.
Die Helfer gaben sich noch viel Mühe das Auto zu reparieren, haben es aber
nicht mehr während des Laufs geschafft. Für Björn lief es besser, er hatte
den Leih-Ascona von Anfang an im Griff und konnte ihn sich für den zweiten
Renntag richtig einreiten. Er ist den kompletten Lauf durchgefahren und
sicherte sich einen Platz in den Top 10 am Ende des Samstags.
2 einsatzbereite
Fahrer + 2 bereits wieder einsatzbereite Fahrzeuge für Sonntag brachten uns
in der Summe kurz nach dem Lauf der Klasse 1 zum gemütlichen Teil des Tages,
das sitzen um die Feuerstelle. Ralle hatte neben seinem scheiß Wohnwagen zum
stylen für die scheiß Party auch noch scheiß Holz für das scheiß Feuer und
seine scheiß Petroleum Feuer-App mitgebracht und sein Gefährte Speiche den
scheiß Inspektor. So konnten wir gemütlich beim spielen der scheiß
Klopapier-App vorglühen, bis es dann getränkt in scheiß Nuttendiesel zur
scheiß Zeltfete ging. Gefeiert wurde wie immer bis in die frühen
Morgenstunden. Auch wenn eigentlich alles scheiße war!
Am Sonntag standen
dann die beiden letzten Läufe der IGNW-Meisterschaft 2011 an. Während die
morgentlichen Läufe noch unter strahlendem Himmel gefahren wurden, setzte ab
Mittags der Regen ein, aber das störte die Linsburger Fahrer natürlich
nicht. Beide quälten Ihre Autos durch den tiefen Schlamm, allerdings mit
gemischten Gefühlen. Bei Björn gab es das gleiche Bild wie bereits am
Vortag. Der Ascona hat gehalten und keine Probleme bereitet. Grade das
Fahren im zweiten Lauf unter den nassen Bedingungen war das perfekte Wetter
für das Auto, allerdings hat es ja auch schon einige Erfahrungen im Schlamm
schieben. Björn fuhr auf den 6.Platz und konnte dadurch in der Meisterschaft
Platz 7 erreichen. Für Jörg lief der Sonntag ebenfalls gut. Sein Astra hatte
keine Probleme mehr und konnte bis zum Ende durchfahren. Die Kraft eines 1,4
16V's wurde aber deutlich überschätzt. Trotz mehr PS wie die meisten
konkurrierenden Fahrzeuge gehörte Jörg nicht zu den schnellsten Autos. Am
Ende reichte es durch den schlechten Samstag für ihn nur zu einem 17.Platz,
in der Meisterschaft wurde er dadurch 12. Beim abschließenden Rodeo waren
die Linsburger Fahrer nur noch Zuschauer, Autos schonen für 2012 war die
Devise.
Alles in allem bleibt
das Wochenende aber trotz der mäßigen Platzierungen in guter Erinnerung für
die Linsburger und vor allem eine Lehrstunde für alle Beteiligten.
Jörg Lang hat gelernt,
das es gute Gründe dafür gab, das sein Motor noch nie in der IGNW gefahren
wurde.
Björn Vehrenkamp hat
gelernt, das man nicht unbedingt sein eigenes Auto braucht um vorne
mitzufahren.
Petra von O.D. hat
gelernt, das Inspektor und Sekt keine gute Mischung sind.
Daniel Engelbart hat
neue Lieblingswörter gelernt: "my life be like ooh aah ooh ooh"
Steffen Rust hat
gelernt, das Schnellficxxx.-Hosen von VW die falsche Kleidung für eine
Zeltfete sind.
Dominik Wegener hat
gelernt, das es in Klasse 3 ohne ihn kein Opfer gibt wo immer mit Vollgas
reingehalten wird.
Dennis Scharnhorst hat
gelernt, das man sich nicht mit Schuhen in Autos mit heller Innenausstattung
legt.
Marius Friemelt hat
gelernt, das man nachts sein Auto nicht mehr startet, wenn man schon fast
schläft.
Ralf Behme hat
gelernt, das eigentlich alles was er mitbringt scheiße ist.
Heiko Plumhoff - joaaa...
der hat eigentlich gar nichts gelernt, konnte uns jungen Bengels aber zeigen
wie man Old-School zu AC/DC tanzt.
Und wir alle haben
gelernt, das man bei verzogenen (verzogen, wie ein verzogenes Kind)
Stirnrädern den ersten und zweiten Gang gleichzeitig fahren kann.
Also, wie gesagt, ein
schönes Wochenende!
"10 - 15 Büchsen
Bier sind Mindestquantum. Dabei spielt es keine Rolle ob das Rennen noch
bevorstand oder schon vorbei war"
*Zitat von
Hans-Joachim "Strietzel" Stuck über den ehemaligen Rennfahrer James Hunt,
der bekannt war für seine Alkoholexzesse und eine gewisse Ähnlichkeit mit
dem einen oder anderen von uns hat*
Das war es von mir von
dieser IGNW-Saison, ich hoffe der ein oder andere Bericht hat euch gefallen!
Bis zur Stock-Car-WM im Oktober auf dem Uhlenkörperring ist hier erstmal
Sende- bzw. Schreibpause!
Bis dahin,
gruß Schnodda!
Durch den Monsun, hinter
die Welt...
Am 26.08.11 sollte es nach
Achim (nein, nicht zu Achim, sondern in das kleine Städchen in der Nähe
von Bremen nach Achim) zum ersten Stock Car Rennen vom Team21 gehen,
nach der üblichen Flüssigkeitszunahme an der Tankstelle und mehrmaliger
Kontrolle ob Daniel "Puschel" Engelbart auch seine Wochenendutensilien
gepackt hat, ging es bei bestem August Wetter gegen 16:30 Uhr Richtung
Rennstrecke. Dominik Wegener nahm seinen Ford Granda für Klasse 3 mit.
Für Klasse 1 hatten Björn Vehrenkamp seinen Corsa A, Marius Friemelt
seinen Kadett D, Jörg Lang seinen Astra F und Hinrich Knust den
Tausch-Kadett D von Marek Dorfmüller und Hinrich auf ihre Trailer
geladen. In Achim sollte allerdings nur Hinrich den Kadett fahren, aber
wie das unter Cousins so ist, wurde Freitag Abend etwas anderes
kurzfristig untereinander ausgetauscht. Diese Tauschgeschichte sollte
allerdings hier unterbrochen werden, Insider wissen wie die Geschichte
weitergeht, außenstehende fragen am Besten die beiden selbst. Ich
empfehle allerdings vorher die Lachmuskeln zu trainieren, da das ganze
sonst zu Bauchschmerzen führen könnte
Zurück zum Thema: Gegen 17:30 Uhr
kamen wir in etwa am Zielort an und bauten sofort unser Lager auf, da sich
schon leichte Wolken am Himmel zeigten und wir dank der Internetplattform
Gesichtsbuch Bilder aus der Heimat sehen konnten, wo aus dem "besten August
Wetter" eher Hurricane-Stimmung wurde. Grade die Zeltheringe versenkt, kam
das Unwetter auch schon zu uns herüber. Um unser Zelt vor Überflutung zu
schützen, stürzte sich trotz meterhoher Wellen auf dem Achimer Acker unser
tapferer Bundeswehr-Held Henrik Morische vor das Zelt und zog einen
Schutzgraben, den selbst die Hamburger Sturmflut 1962 nicht durchbrochen
hätte. Da wir nun besser geschützt waren als in der Wolfsschanze, konnten
wir uns den Rest des Freitags mit "vollster" Konzentration auf unsere innere
Kühlung konzentrieren, was dank Bier, Bacardi, Southern Comfort und
Inspektor sehr gut funktionierte.
Am Samstag, den 27.08.2011
startete das Stock-Car-Team 21 dann ihr erstes eigenes Rennen. Den
Teammitgliedern des ausrichtenden Vereins konnte man Ihre Nervosität gut
ansehen, allein schon an den Blicken, die dem ähnelten, den man das letzte
mal vermutlich vor seinem "ersten mal" hatte - also vor seinem ersten Rennen
meine ich natürlich. Dann hieß es gegen ca. 14:00 Uhr "Gentlemen, Start your
Engine" und die Motoren der ersten Fahrer brüllten wie ein Braunbär auf
Nahrungssuche. Leider war es auch mehr Gebrüll statt Geschwindigkeit. Dank
der Witterungsverhältnisse am Vorabend, war die Bahn sehr langsam, was
spektakuläre Crash's verhinderte. Die meisten Fahrer hatten ihre Autos unter
Kontrolle, die Betonung liegt aber eindeutig auf "die meisten"!
Mario Andretti sagte einmal: "Wer
sein Auto unter Kontrolle hat, fährt einfach nicht schnell genug!" Entweder
waren es diese Worte, die Marius anstichelten oder einfach die Enttäuschung,
das man durch die langsame Bahn keine Autos aufs Dach legen konnte. Verraten
wird er es wohl nie. In Lauf 1 hat er sich dazu entschieden die mangelnden
Überschläge anders auszugleichen und krachte in den Masten, an dem die
Start/Ziel Flagge aufgehängt war, der Mast hob ab, machte einige Überschläge
in der Luft bevor er auf dem Dach von Jörg landete, der dank des lauten
Knalls im ersten Moment eine Flugzeuglandung auf seinem Astra vermutete.
Punkte gab es dafür aber nicht! Jörg ging zum Ende des Laufs dann noch sein
Motor kaputt. Seine Crew analysierte, das es vermutlich daran lag, das er
durch den Aufprall des Mastens die Konzentration verlor und das Schalten
vergaß. Der Linsburger Teamchef Jonas Steding, der leider dieses Wochenende
verhindert war, da Mutti ihm das Krabbeln beibringen wollte, konnte diese
Diagnose aus der Ferne bestätigen. In Klasse 3 konnte Dominik einige Punkte
sammeln, bevor ihm das Differential kaputt ging. Abends nach den Läufen
wurden dann durch die vielen Helfer die Autos für den nächsten Tag wieder
startbereit gemacht. Danach ging es bis in die frühen Morgenstunden auf die
Zeltparty.
Sonntag im ersten Lauf hatte sich
die Bahn erholt und es wurde den Zuschauern reichlich Action geboten, für
die Linsburger Fahrer lief eigentlich alles gut, zahlreiche Dreher standen
auf den Punktekonten. Die einzigen Probleme hatte Marius in Lauf 1 an diesem
Sonntag, sein D-Kadett entschied sich dazu, 3 Antriebswellen zu zerstören,
aber durch die fleißigen Helfer wurden auch diese in Daniel Düsentrieb
Manier gewechselt.
Der finale Lauf am Sonntag
Nachmittag verlief nicht mehr ganz so glücklich, Hinrich fuhr seinen Motor
kaputt, Björn und Dominik zerstörten ihre Getriebe. So hatte jeder, der
startenden Linsburger Fahrer mindestens 1 Lauf an diesem Wochenende, den er
am liebsten als Streichlauf markiert hätte, was ja aber bekanntlich nicht
möglich ist. Wir sind ja schließlich nicht in der Kindergarten-Klasse Formel
1, wo beim Qualifying nur die schnellste Runde zählt und der Rest gestrichen
wird.
Trotz der technischen Probleme,
konnte Björn in der Endwertung den 2.Platz in Klasse 1 einfahren, Marius
wurde 11., Jörg 12. und Hinrich fuhr auf den 16. Platz. In Klasse 3 wurde
Dominik für seine zahlreichen Drifts mit seinem Granada mit Platz 5 belohnt.
Im abschließenden Rodeo starteten
dann noch Jörg und Marius im sehr übersichtlichen Fahrerfeld mit nur 3
Fahrzeugen. Pünktlich zum Rodeo setzte wieder ein starker Regen ein, der das
Fahren fast unmöglich machte, dennoch kämpften sich die beiden durch den
Monsun, schalteten den Mitstreiter Marcel Mittendorf in seinem Granada aus
und lieferten den übrigen Zuschauern, die nicht aus Zucker waren noch ein
spannendes Rodeo. Jörg gewann und Marius wurde zweiter.
Am Ende des Renntages waren sich
alle Linsburger einig, das Team 21 hat ein hervorragendes erstes Rennen
veranstaltet und an diesem Wochenende viele Sympathien gesammelt. Sofern die
FIA den großen Preis von Deutschland 2012 nicht in Achim startet und uns den
Veranstalter abwirbt, kommen wir auf jeden fall wieder!
Großer Dank auch an unser
Helferteam, bestehend aus Vereinsmitgliedern des MSC's und den Newcomern aus
Nöpke. Persönliche Danksagungen an das weibliche Geschlecht können Abends
bei Hinrich im Elektro Bus abgeholt werden.
Wir freuen uns schon auf das
nächste Rennen in Preußisch Oldendorf mit euch.
bis zum nächsten mal...
Check!- Schnodda
Rückschau auf das Rennen in Linsburg und Vorschau für das Rennen in Achim
Das Rennen in Linsburg ist vorüber, doch
viel Zeit bleibt den Fahrern des MSC Linsburg nicht zum verschnaufen, denn
bereits am 27.08.2011 + 28.08.2011 richtet das Team 21 den nächsten Lauf zur
IGNW-Meisterschaft aus.
Bevor ich eine Vorschau auf das neue Rennen
gebe, möchte ich aber noch einen kurzen Rückblick über das Heimspiel am
ersten August-Wochenende geben.
Linsburger Fahrer halten sich dezent zurück und überlassen anderen das
Podium
Der MSC Linsburg konnte sich an diesem
Wochenende über 99 startende Fahrzeuge freuen. Ein großer Teil aus der IGNW,
allerdings auch ca. 25 verstärkte Autos für das verstärkte Rodeo. Ein
starkes Fahrerfeld, welches auch mit reichlich Zuschauern unterstützt wurde.
Fans des guten Essens, kühler Getränke und platzender Motoren wurden
befriedigt. Wer jetzt glaubt es ging nur um die beste Pizza am 06.+07.
August liegt falsch, voll auf Ihre Kosten kamen natürlich die RENNSPORTFANS!
Drehen, überschlagen und Runden sammeln stand für die Fahrer auf der
to-do-Liste und in diesem Segment haben sie auch alles gegeben und den
vielen Männlein und Weiblein am Streckenrand Begeisterung ins Gesicht
springen lassen!!!
In Klasse 1 gewann der Steyerberger Dominik
Wienert mit seinem gelb-blauen Zebra im Astra(l)-Körper aus Rüsselsheim.
Bester Linsburger Fahrer war Björn Vehrenkamp mit seinem Corsa. Er erreichte
den 6.Platz im großen Starterfeld in dieser Klasse. Ähnlich lief es für
Hinrich "Hinnack" Knust. Nachdem er Freitag Abend hauptsächlich am Boden lag
und auf allen vieren durch's Fahrerlager kroch, fand er Samstag und Sonntag
sein Steh- bzw. Sitzvermögen zurück und fuhr auf den 8.Platz.
Bei den anderen Linsburgern in Klasse 1
spielte das Material nicht mit, so das keine besseren Platzierungen möglich
waren. Schön anzusehen war in Klasse 1 aber auf jeden fall der Versuch ein
5-Loch Notrad auf einen Opel Corsa zu ziehen. Da hat wohl jemand nicht
bedacht, das nur richtige Rennwagen 5-Loch Felgen haben, ein Opel Corsa aber
definitiv nicht dazugehört!
In Klasse 2 gewann der Holtorfer Frank
Rotermund von der Opel-Gang in seinem Opel Astra. Bester Fahrer des MSC
Linsburg war Jan Steding mit Platz 7. Hätte Jonas Steding sich nicht in der
Race-Strategie geirrt, wäre sicherlich noch eine bessere Platzierung drin
gewesen, aber Teamchef Jonas ist ja noch in seinem ersten Jahr und somit in
der Lernphase, es ist schließlich noch kein Ingenieur aller Ross Brawn vom
Himmel gefallen bzw. wurde vom Klapperstorch gebracht. Sebastian Seitz
brachte den Familien-Scirocco auf Platz 9. Ein Crash auf die Fahrertür
verhinderte besseres. Die weiteren Linsburger Fahrer in Klasse 2 hatten
leider auch mehr mit Ihrem eigenen Auto zu kämpfen, statt mit den Gegnern.
Erwähnenswert ist allerdings noch das Comeback von Heiko "Speiche" Plumhoff.
Zwar konnte er nicht auf die vorderen Ränge fahren, hat aber trotz
jahrelanger Stock-Car Abstinenz eine tolle Show geboten. Unimog-Experte Ralf
Behme war begeistert von seinem Schützling.
In Klasse 3 gewann Marc Wolter mit seinem
Granada Coupe. Dominik Wegener vom MSC Linsburg fuhr auf Platz 6 in seinem
ersten Rennen in dieser Klasse der Hubraum-Krüppel. Es wäre sicher noch eine
bessere Platzierung möglich gewesen, wenn das KERS-System, bekannt aus der
Formel 1, erstmals im Stock-Car Sport ausprobiert, angetrieben durch eine
PV-Anlage, installiert von Strippenzieher Dommel, nicht ständig gesponnen
hätte. Aber so ist das nun mal mit diesem neumodischen Schnick-Schnack.
Im Junioren-Cup holte sich Christian Korff
vom SCC Bramsche die Krone. Marek Dorfmüller vom MSC Linsburg fuhr auf Platz
5. Er teilte sich ein Fahrzeug mit Hinrich Knust. Nachdem Foxi-Django das
Auto vor einigen Jahren aufgebaut und eingeritten hat, durften beim
25.Rennen des MSC Linsburg nun Marek und Hinrich auf dem alten D-Kadett
rumreiten und schlamm schieben. Aus zuverlässigen Quellen kam hervor, das
die beiden das mit dem schlamm schieben schon des öfteren in einigen
bekannten Straßen Hannovers geübt hatten. Timo Seitz fuhr in Klasse 4 auf
Platz 7 und der lütsche Maik Baker auf Platz 11.
Das Rodeo gewann Christian Kocher von der
RG Bohnhorst mit dem Granada seines Bruders Benni. Bester Linsburger war
hier Oliver Seitz mit Platz 3! Das verstärkte Rodeo ging an den Linsburger
Fahrer Björn Vehrenkamp in seinem Audi Quattro. In Walter Röhrl Manier schob
er seine 4 Ringe durch die Kurven und durch die gegnerischen Fahrzeuge zum
Sieg. Es hat sich nach dem Rennen Björns Vermutung bestätigt, das Autos mit
2 angetriebenen Rädern eigentlich nur Notlösungen im Stock-Car Sport sind.
Zweiter wurde Lars "Stiernacken" Walter, unser Zuschauer und Helfer aus
einem Land, das hat man früher "drüben" genannt. Lars packt jedes Jahr
pünktlich zum Linsburger Rennen seine Brüder ein und reist zum Rennen des
MSC. Dieses Jahr sogar trotz 50-jährigem Jubiläum eines bekannten Mauerwerks
in der Nähe seines Heimatortes. Till Engelbart hatte ihm seinen Opel
Giebichenstein zur Verfügung gestellt.
Der MSC Linsburg bedankt sich an dieser
Stelle nochmal bei allen freiwilligen Helfern rund um das Rennen und den
Rettungskräften für Ihre Bereitschaft und den glücklicherweise nur "kleinen"
Einsätzen. Im Namen der Fahrer darf ich mich auch nochmal bei allen
Schraubern bedanken. Ohne euch wäre diese tolle Veranstaltung nicht möglich
gewesen. Seid euch bewusst das der MSC euch bei der Helferparty im nächsten
Jahr sicherlich nicht verhungern und verdursten lässt!
Vorschau 1. Stock-Car Rennen in Achim
Dieses Jahr nochmal Stock-Car??? Nääää, auf
keinen Fall!!
Egal wo man sich bei den Fahrern des MSC
Linsburg umgehört hat nach dem Heimrennen, hat man eigentlich ausschließlich
die Aussage gehört, das vermutlich kein Fahrer mehr dieses Jahr zu einem
IGNW-Lauf fährt. Nach ein paar Tagen Enthaltsamkeit vom Rennwagen haben sich
die Meinungen aber etwas geändert. Der Geruch von Benzin schweifte wie ein
gutes Parfüm unter die Fahrer-Nasen und hat den einen oder anderen noch dazu
bewegen können, sich nochmal mit seinem Auto auseinander zu setzen.
Hinrich "Hinnack" Knust war der erste, der
sich vorgenommen hat, die MSC Fahne auch in Achim hochzuhalten. Er wird mit
seinem Kadett-D in Klasse 1 an den Start gehen und hat meines Wissens nach
das Auto auch schon wieder startbereit zu Hause stehen - H.K. lass den Motor
doch schonmal warm laufen, viel Zeit ist nicht mehr bis die Ampel auf Grün
springt!
Marius Friemelt wollte nach seiner
Pechsträhne mit mehreren abgerissenen Antriebswellen, Getriebe- und
Kupplungsproblemen seinen D-Kadett dieses Jahr eigentlich auch nicht mehr
sehen, hat sich aber nach einigen Überredungskünsten in Verbindung mit
reichlich Schnaps und Bier nochmal davon überzeugen lassen, das Auto
zumindest nochmal genau mit seinen Helfern unter die Lupe zu nehmen.
Stichtag ist Samstag der 20.08., hier wird nochmal ein Tag in der Boxengasse
von Marius verbracht und danach fällt die Entscheidung über aufladen oder
stehen lassen.
Björn Vehrenkamp möchte seinen Corsa,
sofern es arbeitstechnisch möglich ist, auch an den Start bringen. Aber auch
hier steht noch das Fragezeichen, da halt die Arbeit nicht gegen ihn spielen
darf - also bitte erst am 29.08. die kaputten Zwei- und Vierrädler zu Björn
bringen ;-)
Jörg Lang hat sich auch dazu entschlossen,
das Team 21 als weiterer potenzieller Starter zu unterstützen, dafür ist
allerdings noch etwas am Motor seines Opel Astras zu schrauben. Ob er den
noch austauscht oder versucht den alten durch eine neue Zylinderkopfdichtung
zu warten entscheidet er die Woche vorm Rennen spontan. "Dörgie" hat bei
seinem Start in Linsburg auf jeden fall Blut geleckt und möchte mit seinem
Fahrzeug gerne wieder in Klasse 1 starten!
Fünfter und evtl. letzter Starter des MSC Linsburg beim Rennen in Bremen ist
vorraussichtlich Dominik Wegener. Auch Domi hatte nach dem Rennen in
Linsburg im ersten Moment keine Lust mehr, kann seinem Granada und dem
Dreckschmeißen in Klasse 3 aber auch nur schlecht widerstehen. Die
wichtigste Frage, die es für Dominik allerdings noch vor seinem Start zu
klären gibt ist: "Warum ist die Banane krumm?" Sollte sich hierauf eine
Antwort finden lassen, werden wir den Granada sicherlich auch in Achim zu
sehen bekommen.
Die Fahrerzahl vom MSC Linsburg kann also
noch deutlich schwanken, allerdings sicher nicht so stark wie die Fahrer auf
der Zeltfete.
Wir freuen uns auf ein tolles Rennen in
Achim und wünschen dem Team 21 viel Erfolg bei der Ausrichtung und
Organisation.
Nähere Infos zum Rennen findet ihr auf
www.stockcar-team21.de
um einen der besten Rennfahrer aller Zeiten
zu ehren, möchte ich meinen Race-Report mit seinen Worten beenden:
"Beim beschleunigen des Fahrzeugs müssen
die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen!"
*Walter Röhrl auf die Frage ab wann ein
Auto schnell genug zum siegen ist*
bis zum nächsten mal...
Schnodda
06.08. +
07.08.2011 Stock Car Rennen in Linsburg!
Das Fahrerfeld des Jubiläumsrennens wird auch wieder
mit vielen Startern des MSC Linsburg komplettiert.
In Klasse 1 sehen wir
dieses Jahr 3 Lokalmatadoren. KFZ Mechaniker Björn Vehrenkamp hat auch in
diesem Jahr zwischen den Kundenfahrzeugen das ein oder andere mal geschafft
etwas Hand an seinem Opel Corsa anzulegen. Nach einem überraschenden Platz
4 im letzten Jahr hat er dieses Jahr den Sprung auf das Siegertreppchen vor
Augen. Der nächste Starter in Klasse 1 ist Marius Friemelt in seinem Opel
Kadett-D. Der Vereinsmeister des MSC Linsburg der Jahre 2008 und 2009 wollte
dieses Jahr eigentlich eine Pause einlegen, kann aber seiner Leidenschaft
auch nicht widerstehen. Mit Schaltblitz richtung Sieg lautet seine Devise
dieses Jahr. Der dritte Fahrer in Klasse 1 ist vorraussichtlich Mark Baker
mit seinem Opel Corsa. Da Mark vor kurzem 18 geworden ist, kann er dieses
Jahr auch erstmals außerhalb des Junioren-Cups fahren. Der Start von Mark
steht aber noch nicht fest, da erst noch das Reglement überprüft werden muss
ob Liliputaner überhaupt in Klasse 1 mitfahren dürfen oder ob es zu
gefährlich ist, eine Fahrer starten zu lassen der nicht über sein Lenkrad
gucken kann.
Die meisten Linsburger Starter
werden in Klasse 2 von 1500 bis 2000 ccm auf dem Gaspedal stehen. 7 Starter
des MSC Linsburg werden am 06.08. + 07.08.2011 um den Sieg in dieser Klasse
starten. 25 Jahre ist es her, als Heiko „Speiche“ Plumhoff das erste
Linsburger Stock Car gefahren ist. Nun soll nach 25 Jahren Begleitung des
Stock Car-Sports der Helm an den Nagel gehängt werden, aber erst nach einem
Sieg in Klasse 2 mit seinem Ford Sierra. Ganz Linsburg ist gespannt ob
Heiko’s Schrauber Ralf Behme, bekannt aus der Unimog-Szene, seinen Fahrer
und das Auto auf Sieg abgestimmt hat oder nur die Schnecken und Kriechgänge
eingestellt hat. Harter Konkurrent aus den eigenen Reihen ist sicher Jan
Steding. Der Vereinsmeister aus 2010 wird nach seiner Schwangerschaft wieder
seinen D-Kadett an den Start bringen, sofern Oma ihm nicht zuiel Kakao beim
schrauben eingeflösst hat. Henrik Morische alias M6 Feingewinde wird mit
einem Golf 2 starten. Leider hat Henrik immer noch nicht verstanden, das
Volkswagen nicht zum MSC gehört, naja, Henrik ist noch jung und kann noch
lernen. In diesem Sinne, „Bundi Morische, mit deinem Golf abtreten!“…
nächstes Jahr kannst du den Autor dieses Artikels mal lieb fragen ob du nen
Opel von ihm bekommst… J Den
Familien-Scirocco der Familie Seitz fährt dieses Jahr Sebastian Seitz.
Nachdem es in den letzten Jahren Florian Ahlemann, geborener Seitz und
Burkhard Seitz nicht geschafft haben, mit dem Auto die Klasse 2 zu gewinnen
will Basti es dieses Jahr seinem Bruder und seinem Vater zeigen, wie man mit
dem Rocco auf Platz 1 fährt. Einer der Starter ist auch wieder Oliver Seitz.
Auf sein Opel Ascona sollte man ein besonderes Augenmerk werfen, er liefert
den Zuschauern immer viel Action dadurch das sein Auto des öfteren in
Flammen aufgeht und er mit spektakulären Hechtrollen sein Fahrzeug
verlässt. Unser Präsi und Streckenkommentator Jürgen Fietze Engelbart wird
auch wieder mit seinem Opel Ascona starten, den er letztes Jahr geschenkt
bekommen hat. Jan Becker wird dieses Jahr mit einem Opel Manta-C starten.
Jan ist erst seit diesem Jahr in unserem Verein und bestreitet in Linsburg
sein zweites Rennen. Er hat im April das Auto aus dem Wendenborsteler
Automuseum Wegener abholen können, da der Inhaber Dominik Platz für einen
Ford Granada brauchte.
Damit haben wir das Fahrerfeld in
Klasse 2 auch vollständig und springen über in Klasse 3, der Königsklasse
des Stock Car Sports. Hier startet dieses Jahr zum ersten mal der ebend
erwähnte Automuseumsbesitzer Dominik Wegener. Nachdem es ihm in Klasse 1 und
2 zu langweilig geworden ist, wird der Gewinner der Klasse 2 in Linsburg
2010 dieses Jahr mit einem Ford Granada an den Start gehen, der zur Zeit
noch in seinem Automuseum in Wendenborstel steht. Der Pizza-Service kennt
die Adresse ganz genau, grinst Wegener auf Nachfrage der lokalen Zeitung.
Als letztes möchte ich gerne noch
einen kleinen Einblick in die Nachwuchshoffnungen des MSC Linsburg geben.
Nachdem Mark Baker nicht mehr startberechtigt für den Junioren Cup ist, wird
dieses Jahr sein Bruder Maik den Namen Baker in Klasse 4 aufrecht erhalten.
Er startet mit einem Opel Kadett-E sofern sich noch ein Sitzkissensponsor
findet, damit Maik nicht immer zwischen der Sitzfläche und der Rückenlehne
des Sitzes durchrutscht. Zweiter Junioren Fahrer ist Timo Seitz, Sohn des
ehemaligen Fahrers Burkhard Seitz. Timo startet auch mit einem Opel Kadett,
den er vor kurzem von Denis „Handy“ Groß erwerben konnte, da Handy den
Rennsport aufgegeben hat und jetzt lieber Kyte-Surfen, Wellnessurlaub und
Klowagenpflege in seine Hobbys eingeschloßen hat. Kleine Hoffnung gibt es
noch auf einen dritten Fahrer. Jonas Steding, geboren mit Benzin im Blut,
möchte endlich nicht mehr nur von Mama und Papa chauffiert werden, sondern
auch mal auf die Strecke, sucht allerdings noch ein Auto. Lassen wir uns
überraschen ob das noch etwas wird.
Selbstverständlich wird es auch
wieder 2x Rodeos geben, eins für verstärkte Fahrzeuge und eins für normale
Klassenfahrzeuge. In dem verstärktem Rodeo wird auf jedenfall Henrik
Morische mit seinem Opel Kadett fahren, Daniel Engelbart mit seinem GTO,
Till Engelbart mit seinem Giebichenstein, Andreas Harms mit seinem Opel
Corsa, Dietrich Kernein mit seinem Ford Granada, Björn Vehrenkamp mit seinem
Audi 100, Dominik Wegener mit seinem Opel Ascona und Marius Friemelt mit
seinem Opel Astra. Großer Favorit ist sicher wieder Dietrich Kernein,
allerdings werden die anderen Fahrer alles daran setzen, Dietrich einen
weiteren Sieg zu nehmen.Durch diese große Beteiligung mit Linsburger Fahrern
im verstärktem Rodeo, wird auch das ein großes Highlight zum Abschluss des
Rennwochenendes.
Freuen wir uns auf 2 tolle Tage
in Linsburg, Motorsport zum anfassen, offenes Fahrerlager für Zuschauer und
Fans und jede Menge Action auf der Strecke.
Gruß
Schnodda
… sonst fahr ich Unimog!!!
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Das war 2010 !!!
Pünktlich zum Rodeo
kam der Regen!
"Nein, so hatten wir uns das
nicht vorgestellt", dürften sich am Sonntagabend sowohl Veranstalter als
auch etliche hundert Besucher des 24. Stock-Car-Rennens in Linsburg
(Kreis Nienburg) gedacht haben. Während bis zum späten
Sonntagnachmittag, vor Beginn des beliebten Rodeos, die Welt noch in
Ordnung war, begann es währenddessen urplötzlich extrem zu regnen - mit
teils unschönen Folgen für die Besucher...
Am Nachmittag dominierte noch die Sonne. Die Temperatur war angenehm und
einige hundert Besucher umsäumten einen Großteil des Renn-Ovals. Die
Akteure lieferten spektakuläre Einlagen und auch die Siegerehrung lief
wettertechnisch noch sehr friedlich ab.
Gegen 17.25 Uhr, kurz nachdem die Fahrer ihre ersten Rodeo-Runden
gedreht hatten, wurde es ungemütlich: Erste Regentropfen prasselten auf
die Besucher nieder. Zunächst hatten die Zuschauer noch recht gute
Laune, machten Scherze über "die paar Tropfen". "Wenn ich das Rodeo
nicht sehe, hab' ich das Gefühl, nicht dabeigewesen zu sein", tönte es
mehrfach aus den Reihen der Zuschauer, die trotz des einsetzenden Regens
tapfer an der Strecke sitzenblieben, um weiterhin das Renngeschehen zu
verfolgen.
Irgendwann hielten es dann aber auch die Hartgesottensten nicht mehr
aus... Der überwiegende Großteil der Zuschauer machte sich eilig auf zum
schützenden Festzelt, als man schließlich vor Regen die Hand nicht mehr
vor Augen sehen konnte.
Infolge des zwanzigminütigen Starkregens ungeahnten Ausmaßes geriet das
Rodeo bei vielen Besuchern in Vergessenheit. Sie machten sich
berechtigterweise mehr Sorgen um das Fortkommen von den entsprechend
eingerichteten Parkmöglichkeiten und machten sich, während das Unwetter
allmählich abklang, eilig auf den Weg zu ihren Autos.
Und richtig: Das Unwetter hatte nicht nur die Rennpiste in ein einziges
Schlammloch verwandelt, auch die Ackerflächen gaben sich unmittelbar
danach sehr fahrzeugunfreundlich. Ein Fortkommen war hier kaum noch
möglich. Ein herbeigeeilter Helfer versuchte mit seinem Quad sein
Bestes, um die Autos zu befreien - bis alles dermaßen aufgeweicht war,
dass ohne schweres Gerät nichts mehr zu bewegen war.
Die Veranstalter reagierten schnell und schickten umgehend mehrere
Traktoren zu den Parkplätzen, für die es schließlich ein Leichtes war,
die festgefahrenen Autos zu befreien. Obwohl das ganze buchstäblich ins
Wasser zu fallen drohte, bewiesen die Verantwortlichen abermals ihre
herzlichen Spontan-Fähigkeiten und stellten so sicher, dass alle
Besucher am Abend der Veranstaltung doch noch ganz zufrieden waren und
nebenbei an der SB-Waschanlage eine Menge zu erzählen hatten: "Ach, wart
Ihr auch in Linsburg?!"
Frank Weber
www.myheimat.de
( Schnoddas Tageblatt )
Viel
Blechschäden, Unstimmigkeiten bei der Punktevergabe und Pokale im
Likörglasformat
Zum Saisonauftakt der
IGNW-Meisterschaft in Bramsche ist der MSC Linsburg mit 7 Autos und etwa 30
Leuten insgesamt an den Start gegangen. Es wurde bereits am Freitag Abend
angereist um Samstag Vormittag nicht in zu große Zeitnot vor dem Rennen zu
kommen und natürlich um Freitag Abend bereits am Lagerfeuer oder in der
Bramscher Halle, die eigentlich als Garage für Flugobjekte geeignet ist,
ordentlich zu feiern.
In Klasse 1 starteten Dominik Wegener mit
seinem Opel Ascona C und Marius Friemelt mit seinem Opel Kadett D. Außerdem
hat sich Sebastian Seitz vom Team Kahle's Schrauberscheune mit seinem Opel
Kadett D angeschlossen und ist gemeinsam mit dem MSC Linsburg die Reise zum
35. Rennen in Bramsche angetreten.
In Klasse 2 starteten Oliver Seitz mit
seinem Opel Ascona C, Jan Steding mit seinem Opel Kadett D und Dominik
Wegener mit seinem zweiten Fahrzeug, einem Opel Astra F.
Nach jahrelanger Abstinenz in der
sogenannten Königsklasse, konnte der MSC Linsburg außerdem endlich wieder
mit Carsten Weiß einen Fahrer in der Klasse 3 an den Start bringen. Carsten
wollte nach jahrelanger Pause als Fahrer wieder einmal Stock Car fahren und
entschied sich für einen Opel Senator B in dem Teilnehmerfeld der höchsten
Hubraumklasse, die sonst hauptsächlich von Ford Granadas bestimmt wird.
In den Vorläufen am Samstag gab es bereits
viel Bruch und Blechschäden, was zum einen wahrscheinlich an den vielen
Startern in Klasse 1 und 2 gelegen hat, zum anderen aber sicher daran lag,
das es ein "Stock Car Rennen und kein Kindergeburtstag" war, worauf wir
höflichst hingewiesen worden sind.
Sebastian ist Mitte des ersten Laufes
ausgeschieden, da ihm in der Rotphase, also in der Phase, in der KEINE
Angriffe gefahren werden dürfen, jemand die Vorderachse kaputt gefahren hat.
Dadurch hatte Basti dann keinen Vortrieb mehr und musste seinen Wagen für
diesen Tag abstellen.
Marius hatte in diesem Lauf auch viel Pech,
ihm ist auch jemand mit hoher Geschwindigkeit auf die Vorderachse gefahren
und hat Dreieckslenker, Antriebswelle, Bremse und die Lenkung zerstört,
außerdem ist sein Kadett nach diesem Crash einige Zentimeter schmaler
geworden, was eine Weiterfahrt unmöglich machte.
Dominik hatte Samstag keine Probleme und
konnte mit seinem Ascona durchfahren und eine gute Ausgangsposition für
Sonntag erreichen.
In Klasse 2 lief der Samstag relativ gut
und unsere Fahrer konnten viele, wenn aber auch eigentlich zu wenig Punkte
sammeln.
Jan, der eine kurze Eingewöhnungsphase
brauchte um herauszufinden, das nicht nur Kutschen sondern auch
Fronttriebler von vorne ziehen und nicht von hinten drücken konnte Samstag
auf Platz 3 in seiner Klasse fahren.
Oliver konnte seinen Gegnern auch viele
Dreher und einen Überschlag hinzufügen und belegte den vierten Platz nach
ordentlicher Leistung.
Dominik sein Astra lief anfangs noch sehr
gut, mit zunehmender Fahrzeit hörte man dann aber etwas komische Geräusche
aus dem Motorraum. Dort hat sich vermutlich über den Winter ein Specht
eingenistet, der die vorhandenen Schmierstoffe getrunken hatte und jetzt
munter sein Unwesen im Astra getrieben hat. Mit diesem Lagerschaden war das
Wochenende für Dominiks Astra beendet.
Carsten war sehr nervös vor seinem ersten
Lauf seit Jahren, eine Flasche Wasser in der Fahrertür und der Zuspruch der
Helfer konnten ihn aber vor einer Dehydrierung retten und er fuhr guter
Dinge in seinen Lauf in Klasse 3. Dieser Lauf lief ausgezeichnet für Ihn und
einige der Granada Fahrer rieben sich nach dieser Leistung doch die Augen,
da es ein Senator mit einem Serienmotor schaffte, den großen PS-Monstern,
Konkurrenz zu machen. Carsten fuhr bis auf Platz 2 trotz abgerissener
Motorhalter.
Nach diesem Renntag mußte Samstag Abend
lange Zeit geschraubt werden um die Autos von Marius, Jan, Carsten und Basti
wieder flott zu kriegen. An dieser Stelle hat sich dann wieder gezeigt wie
wichtig es ist, ein großes Helferteam mit zu den Rennen zu nehmen, denn ohne
dieses Team wäre es wohl nicht möglich gewesen, Samstag Abend die Autos
wieder halbwegs fahrbar zu bekommen. Ebenso erstaunlich ist es, das
Konkurrenzteams oftmals mit einem bestimmten Teil oder einem Werkzeug
aushelfen, damit alle Autos am nächsten morgen wieder an den Start rollen
können. Vielen Dank dafür.
Nach einigen Stunden Schwerstarbeit konnten
sich dann alle Fahrer und Helfer dem gemütlichen Teil des Abends widmen und
feierten wie immer bis tief in die Morgenstunden.
Die Folge einer langen Nacht konnte man
Sonntag morgen auch sehr gut anhand der Gesichter im Fahrerlager beobachten,
zumindest für den Fall, das man selbst seine Augen aufbekommen hat. Das
viele Feiern hat doch Spuren hinterlassen, die man deutlich sehen konnte.
Dennoch haben es alle Teammitglieder rund um den MSC am Sonntag morgen
geschafft, ihre Hosen hochzuziehen und mussten nicht wie die anderen Schl*****
herumrennen, ein großes Lob an dieser Stelle.
In Klasse 1 lief Dominik sein Ascona am
Sonntag nicht ganz so gut wie noch am Vortag, er hatte Zündaussetzer, die
von Lauf zu Lauf immer extremer wurden, so konnte er die Läufe am Sonntag
zwar ohne größere Schäden fahren, sein Auto war aber auch nicht mehr so
schnell. Er erreichte dennoch den 8ten Platz an diesem Wochenende.
Sebastian konnte den ersten Lauf am Sonntag
zwar noch komplett durchfahren, danach war allerdings die Kupplung platt und
so mußte dieses schweißgebadet zwischen den Läufen umgebaut werden. Im
nächsten Lauf wurde ihm aber wie auch Samstag auf sein Federbein gefahren
und die Antriebswelle riss ab. Sebastian wurde 13ter.
Marius sein Auto, welches am Samstag ja
schon einige Zentimeter schmaler wurde, konnte sich nur noch in die Läufe
reinschleppen. Die vordere Achsgeometrie war so krumm gefahren, das ihm
immer wieder ohne Fremdeinwirkung die Antriebswellen abrissen. Trotz Messer
zwischen den Zähnen und dem Vorhaben genauso viel zu zerstören wie es ihn
selbst erwischt hat, fuhr er nur auf Platz 14, da er sich gegen die
ausfallende Technik leider nicht wehren konnte.
In Klasse 2 startete Jani an diesem morgen
auf Platz 3 liegend in den Lauf, dieser Platz war aber sehr schnell
abgegeben, da ihm zu Anfang des Rennens das rechte Federbein bananenförmig
gefahren wurde und die Reperatur soviel Zeit in Anspruch nahm, das er nur
ganz wenige Rennrunden drehen konnte. Im letzten Lauf hatte sich der
ehemalige 5-Loch Rennwagenfahrer dann endlich an die Vorzüge eines D-Kadetts
gewöhnt und fuhr mit einer starken Leistung noch vor bis auf Platz 6.
Oliver konnte seine gute Ausgangsposition
vom Samstag auch nicht verteidigen, gegen ihn hat an diesem Tag zu sehr der
Fehlerteufel gearbeitet. Ein abgefallener Stecker vom Temperaturfühler, ein
wiederholt abgefallener Stecker vom Luftmengenmesser und abgerissene
Motorhalter haben ihn immer wieder zu kurzen Zwangspausen gezwungen. Zu
allem Überfluß musste sein Auto dann nochmal leiden, als er eindeutig nach
der Zieldurchfahrt noch auf das Dach gelegt wurde. Er belegte in Bramsche
Platz 7.
Auch für Carsten war an diesem Tag auch
nicht mehr die Leistung vom Vortag zu holen. Sein Auto hatte in jedem Lauf
diverse Elektrikprobleme, die ihn immer wieder dazu gezwungen haben, sich im
Innenkreis helfen zu lassen. Dennoch reichte es für ihn noch für Platz 6 in
Klasse 3.
Im abschließendem Rodeo starteten von den
Linsburgern Dominik, Oliver, Sebastian und Marius.
Oliver mußte kurz vor dem Start nochmal
Hand an seinem Auto anlegen, da er gesehen hatte, das ihm vorne 2 Radbolzen
fehlten. Als dies Problem erledigt war, konnte das Rodeo dann auch beginnen.
Sebastian belegte den fünften Platz, Marius den vierten und Oliver und
Dominik stritten sich wie schon im Vorjahr um Platz 1. Domi konnte diesen
Kampf dann am Ende für sich entscheiden und gewann vor Oliver nach einem
hartem aber fairen Rennen und konnte sich den Bramgau-Pokal für seine
Likörglassammlung bei der Siegerehrung abholen.
Nach Rücksprache mit einigen anderen
Fahrern möchte ich hier noch ein zusammen getragenes Schlußfazit mit
hineinbringen:
Das Wochenende hat Spaß gemacht, aber alles
in allem sind die Fahrer nicht sehr zufrieden mit dem Ausgang des ersten
Saisonrennens.
Wenn man die Rennen gesehen hat und nun im
Nachhinein auf die Punktelisten guckt, wie die Fahrer bewertet wurden, kann
man in der einen oder anderen Situation nur den Kopf schütteln. Es gab zwar
auch viele technische Probleme und längere Standzeiten, dennoch war das
Ergebnis was die Punkterichter in Bramsche vereinzelt abgegeben haben,
katastrophal. Nicht nur bei den Linsburger Fahrern, sondern auch bei einigen
anderen Fahrern wurde diese Aussage gestellt. Stock Car macht den Fahrern
viel Spaß, werden die Fahrer aber um Ihren Lohn betrogen werden, nützt der
ganze Aufwand den man im Vorfeld betreibt nichts und irgendwann wird man den
vielen Streß im Vorfeld auch nicht mehr auf sich nehmen.
Das "drum-herum" an diesem Wochenende hat
aber allen Beteiligten viel Spaß gemacht und es gab das ganze Wochenende
gute Stimmung und ein tollen Zusammenhalt in der Gruppe, gegenseitig viel
Unterstützung und ohne die vielen helfenden Hände, wäre dieses Wochenende
für die Fahrer auch definitiv nicht möglich, vielen Dank an dieser Stelle im
Namen von uns Fahrern an die ganzen Helfer.
Wir feuen uns schon auf den 31.07. und
01.08. zum zweiten Lauf der IGNW-Meisterschaft in Linsburg!
[Schnodda]
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